Das Bild oben zeigt Schloss Nöthnitz vermutlich um 1820 ?


                        Schloss Nöthnitz - die einzige in Deutschland  noch greifbare

                                Wirkungsstätte von Johann Joachim Winckelmann

Das Schloss Nöthnitz, an der nördlichen Grenze von Bannewitz zu Dresden gelegen, ist kulturhistorisch von großer Bedeutung. Es beherbergte im 18.Jahrhundert die damals berühmte Bibliothek des Reichsgrafen Heinrich von Bünau (1697-1762), die später zum Grundstock der heutigen SLUB (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) wurde, und war für sechs Jahre Wirkungsstätte von Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), bevor dieser mit kurfürstlichem Stipendium nach Rom ging und später vom Papst zum Oberaufseher aller Altertümer von Rom berufen wurde. Winckelmann gilt heute noch als Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und der Modernen Kunstgeschichte, sowie als geistiger Wegbereiter des Klassizismus im europäischen Raum. Seine humanistischen Ideale beeinflussten nachhaltig die Literatur der deutschen Klassik und die europäische Kunstgeschichte und Ästhetik.

Von der ursprünglichen Einrichtung  sind leider nur  wenige Dinge erhalten geblieben. Dazu gehören die 6 Supraporten mit den Motiven der 4 Jahreszeiten und 2 Stillleben im Festsaal sowie die Niederländischen Hirten- und Landschaftsfliesen im Treppenturm, die Niederländischen Harlinger Soldatenfliesen und die Mettlacher keramischen Bodenfliesen im 1.OG. 



Einige Fotos aus der Zeit vor 1870,  vor dem Umbau des Schlosses durch Rudolf  Carl von Finck.




2 Fotos aus der Zeit vor 1945