Konzertrezension: „Mein Lied ertönt“

Im Mittelpunkt des Konzertes am 4.7.26 auf Schloss Nöthnitz standen Antonin Dvořáks Zigeunermelodien, sowie Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Gustav Mahler. 

Der Gesang der jungen Mezzosopranistin Marlen Bieber war geprägt von hoher Musikalität und Emotionalität. Ihre wunderschöne Stimme und persönliche Ausstrahlung zusammen mit der kongenialen Begleitung von Ine Kang faszinierte alle Besucher und ließ den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden. 

Kommentar auswärtiger Besucher: Dass man im kleinen Schloss Nöthnitz am Rande von Dresden derartige Hochkultur erleben kann, hatten wir nicht erwartet.

Mein Lied ertönt

Konzert mit Marlen Bieber (Mezzosopran), und Ine Kang (Klavier)

Tauchen Sie ein in einen Abend voller Musik, Emotion und musikalischer Vielfalt auf Schloss Nöthnitz. Im Mittelpunkt stehen Antonin Dvořáks Zigeunermelodien, die mit ihren lebendigen Rhythmen, sehnsuchtsvollen Melodien und tiefen Gefühlen verzaubern.

Der Abend wird durch weitere Lieder von Franz Schubert, Gustav Mahler und Robert Schumann ergänzt. Von Schuberts lyrischer Innigkeit über Mahlers emotionale Weite bis zu Schumann virtuoser Tiefe erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm voller Stimmungen und Farben.

Auf der Bühne stehen Marlen Bieber, Mezzosopran, und Ine Kang, Klavier, deren Zusammenarbeit geprägt istvon gegenseitiger Inspiration und kontinuierlichem künstlerischen Wachsen. 2024 standen sie gemeinsam im Finale des international renomierten Robert-Schumann-Wettbewerbs.

 

Bildrechte: Marlen Bieber

Marlen Bieber ist in der Spielzeit 2026/27 Stipendiatin des Talent-Circle der Deutschen Oper Berlin. Sie wird dort u.a. Hänsel, Tebaldo, Flora Bervoix, Alisa und Zweite Magd singen, sowie in der Neuproduktion In 80 Tagen um die Welt beteiligt sein.

Die Mezzosopranistin ist Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs 2026 und wurde mit einem Konzert-Stipendium ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen erhielt sie beim Concorso Lirico di Portofino 2024 und beim DEBUT Klassik-Gesangswettbewerb 2022; zudem war sie Finalistin des Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbs 2024.

Bereits während ihres Studiums wurde sie an die Oper Chemnitz engagiert und sang von 2020 bis 2026 dort u.a. Donna Elvira in Don Giovanni, Muse/Niklas in Hoffmanns Erzählungen, Prinz Orlofsky in Die Fledermaus, Fuchs in Das schlaue Füchslein, Flora und Annina in La Traviata, Mercédès in Carmen, Giovanna in Rigoletto, sowie den Hänsel in Hänsel und Gretel.

Bieber sang u.a. unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann und Joseph Bastian, mit Orchestern wie den Münchner Symphonikern (Mozart, Requiem), dem Kammerorchester der Komischen Oper (Bruch, Gruß an die Heilige Nacht), der Robert-Schumann-Philharmonie (Mahler, 8. Sinfonie) und der Jungen Philharmonie Wien (Mahler, 3. Sinfonie) und war zu Gast im Herkulessaal München, im Konzerthaus Berlin, bei den Gustav Mahler Musikwochen und bei den Dresdner Musikfestspielen.
Mit dem international renommierten Liedpianisten Daniel Heide verbindet sie eine regelmäßige Zusammenarbeit.

 

Bildrechte: Ine Kang

Ine Kang, die Pianistin studierte Klavier bei Pia Kaiser und Liedgestaltung bei Ulrike Siedel und Olaf Bär in der Liedklasse der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Weiterführend absolvierte sie die Meisterklasse der Dresdener Musikhochschule und nahm zudem an zahlreichen Meisterkursen renommierter Liedinterpreten wie Hartmut Höll, Daniel Fueter, Konrad Richter, Graham Johnson, Stephan Matthias Lademann, Peter Schreier, Robert Holl, Thomas Hampson, Brigitte Fassbaender, Elly Ameling und Konzertpianisten wie Oliver Kern und Gilead Mishory teil.

Ine Kang wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem 1.Preis der Korea Philharmonic Orchestra Competition und dem 2. Preis des Concorso Internazionale di Musica Euterpe. Sie erhielt außerdem den Sonderpreis beim Ensemblewettbewerb der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden sowie den „Vocallis Lied“-Preis beim gleichnamigen niederländischen Festival. Ine Kang wurde als Klavier-Stipendiatin zum Schubert-Wochenende in den Pierre Boulez Saal in Berlin eingeladen und ist gemeinsam mit dem finnischen Bass-Bariton Jussi Juola Preisträgerin beim Internationaler Wettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ Graz, mit dem sie auch regelmäßig als Lied-Duo konzertiert.

2016 wurde sie Dozentin für Vokalkorrepetition und Klavier an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Seit Mai 2022 ist sie zudem als Vertretung in der Fachrichtung Lehramt Klavier tätig.

 


Datum / Uhrzeit: 4. Juli 2026 Samstag um 17:00 Uhr
(Buchbar bis 29. Juni 2026)

Preise:
Normal: 18,00 EUR / Person
Ermäßigten*:  15,00 EUR / Person

Sie können noch Tickets an der Abendkasse erwerben.

(* Den ermäßigten Preis bezahlen Mitglieder des Fördervereins, Rentner, Behinderte, Schüler und Studenten.)

Am Konzerttag wird um 15.00 Uhr eine Schlossführung (7,00 Euro je Person) angeboten.
Bitte melden Sie sich bei Bedarf dazu formlos per Email über
mail@freunde-schloss-noethnitz.de an.

Musik der Winckelmannzeit

Musik: Ekaterina Gorynina (Viola da Gamba)
Lesung Winckelmannbriefe: Andreas Kunze-Gubsch
Regie: Gisela Donath

Ekaterina Gorynina, Viola da Gamba, spielt Barockmusik von T. Hume, G.P. Telemann, K. Abel, sowie Improvisationen – passend zu Auszügen aus Winckelmannbriefen. Diese werden gelesen von Andreas Kunze-Gubsch.

Bildrechte Jan Teller

Ekaterina Gorynina stammt aus Russland und lebt und arbeitet seit 2011 in Deutschland. Ihre Leidenschaft, Neugier und Offenheit für unterschiedliche musikalische Welten führten zu einem vielseitigen Repertoire, das Barock, Klassik, Jazz, Folk und zeitgenössische Musik umfasst. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in der Kammermusik sowie in der Zusammenarbeit mit dem Theater.

Seit 2018 ist Ekaterina an der Inszenierung „Kabale und Liebe“ am Staatsschauspiel Dresden nach dem Roman von F. Schiller beteiligt (Regie: D. Tavadze) für sieben Schauspieler und eine Cellistin. 2020 arbeitete sie mit Anton Adasinsky und dem „Derevo“-Laboratorium an der Premiere von „Reinheit“ mit Musik aus dem Wohltemperierten Klavier von J. S. Bach in einem Arrangement für Violoncello. Ihre Begeisterung für zeitgenössische Musik führte zu Kooperationen mit Komponisten wie I. Sokolov, K. Prasolova und V. Martynov. Zudem arbeitete sie im Ensemble „El Perro Andaluz“ mit Komponisten wie H. Lachenmann, Mark Andre, H. Oering, A. Schnebel und V. Ranev sowie mit den Berliner Komponisten B. Wiget und M. Doehlemann.

Seit 2020 widmet sich Ekaterina auch der Viola da Gamba. 2023 schloss sie ihr Studium an der Universität der Künste Berlin ab. Sie ist bei verschiedenen internationalen Festivals aufgetreten, darunter das Internationale Gitarrenfestival Île de Ré (Frankreich), das Internationale Elbmusikfestival Dresden (Deutschland) und das Festival für zeitgenössische Musik „Pan Festival“ in Seoul (Korea).

Andreas Kunze Gubsch liest die Winckelmannbriefe. Er arbeitete als TV-Redakteur sowie Pressesprecher und ist auch im Bereich Amateurtheater tätig.

Gisela Donath ist für Textauswahl und Regie der Winckelmannbriefe zuständig. Sie ist freischaffende Regisseurin und in Nöthnitz nicht unbekannt: 2018 erarbeitete sie mit 13 Amateurschauspielern die fiktive Bildnachstellung „Winckelmann im Kreise der Gelehrten“ nach Werner Haupt.

 


Datum / Uhrzeit: 17. Mai 2026 Sonntag um 17:00 Uhr
(Buchbar bis 13. Mai 2026)

Preise:
Normal: 18,00 EUR / Person
Ermäßigten*:  15,00 EUR / Person

Sie können noch Tickets an der Abendkasse erwerben.

(* Den ermäßigten Preis bezahlen Mitglieder des Fördervereins, Rentner, Behinderte, Schüler und Studenten.)

Am Konzerttag wird um 15.00 Uhr eine Schlossführung (7,00 Euro je Person) angeboten.
Bitte melden Sie sich bei Bedarf dazu formlos per Email über
mail@freunde-schloss-noethnitz.de an.

Von der Romantik bis zum Jugendstil

Klaviertrios von Mendelssohn, Korngold und Kreisler. Konzert mit Yuki Manuela Janke (Violine), Titus Maack (Violoncello), Johannes Wulf-Woesten (Klavier).

Genießen Sie Kammermusik in der Form des Klaviertrios aus unterschiedlichen Stilrichtungen.

Foto: Irmela Werner

Das Klaviertrio d-moll op. 49 von Mendelssohn löste 1840 große Begeisterung aus. Robert Schumann schrieb: „Es ist das Meistertrio der Gegenwart …; eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird.“

Fritz Kreisler, einer der berühmtesten Geiger aller Zeiten und hervorragender Pianist transkribierte und arrangierte gemeinsam mit seinem Bruder Hugo und Harold Bauer Stücke für Klaviertrio im 20. Jahrhundert.

Abgerundet wird das Konzert durch das Klaviertrio Op. 1 von Korngold. Er hat es mit 13 Jahren geschrieben und wurde von Gustav Mahler bei persönlichem Vorspiel eigener Stücke zum Genie ausgerufen.

Das Konzertprogramm wird gefördert vom Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

 

© Markenfotografie

Yuki Manuela Janke wurde 1986 als jüngster Tochter eines deutsch/japanischen Musiker Ehepaares in München geboren und bekam mit drei Jahren ihren ersten Violin- und Klavierunterricht. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte sie bereits im Alter von vier Jahren, mit neun Jahren gab sie ihr Orchester-Debüt. Spätestens mit dem zahlreichen Preisen etwa beim Sarasate-, dem Paganini- und dem Tschaikowsky-Wettbewerb gelang ihr der Durchbruch, der sie rasch als Solistin auf die bedeutendsten Bühnen der Welt führte. Wie als Solistin und Kammermusikerin begeistert Yuki Manuela Janke auch als Konzertmeisterin der traditionsreichsten Orchester. Besondere Beachtung fand etwa ihre Interpretation von Richard Strauss’ »Heldenleben« im Goldenen Saal in Wien mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der sie seit 2012 als Konzertmeisterin verpflichtet ist.

 

© Markenfotografie

Titus Maack wurde 1986 geboren. Er besuchte das Landesgymnasium für Musik »Carl Maria von Weber« und studierte anschließend an der gleichnamigen Hochschule für Musik in Dresden. An der Musikhochschule »Hanns Eisler« in Berlin sowie der Hochschule für Musik und Theater in Rostock führte er sein Studium fort. Im Anschluss spielte er während der Konzertsaison 2012/13 als stellvertretender Solocellist am Staatstheater in Kassel. Ab 2013 wurde er von der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter Vertrag genommen. Darüber hinaus hört man ihn immer wieder bei den Dresdner Kapellsolisten, den Virtuosi Saxoniae und dem ensemble frauenkirche.

 

Fotorecht: Johannes Wulff-Woesten

Johannes Wulff-Woesten wurde in Jena geboren und studierte Klavier, Dirigieren und Komposition an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Seit 1991 arbeitet er als Solorepetitor an der Semperoper Dresden, wo er seit 2000 als Studienleiter tätig ist. Von 1995 bis 2001 war Johannes Wulff-Woesten zudem Assistent von Giuseppe Sinopoli (auch in Rom und Mailand). Seit 1996 wird er regelmäßig als Solorepetitor und musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen engagiert. Seit 1984 entstand ein reiches kompositorisches Werk, darunter die Kinderoper »Das Rätsel der gestohlenen Stimmen«, die 2017/18 in Semper Zwei uraufgeführt wurde. Johannes Wulff-Woesten ist ein gefragter Pianist, Liedbegleiter, Organist, Kammermusikpartner sowie Leiter eines Salonorchesters. An der Semperoper dirigiert er regelmäßig Familienkonzerte der Sächsischen Staatskapelle bei »Kapelle für Kids« sowie diverse Opernvorstellungen.

 


Datum / Uhrzeit: 26. April 2026 Sonntag um 17:00 Uhr
(Buchbar bis 22. April 2026)

Preise:
Normal: 18,00 EUR / Person
Ermäßigten*:  15,00 EUR / Person

Sie können noch Tickets an der Abendkasse erwerben.

(* Den ermäßigten Preis bezahlen Mitglieder des Fördervereins, Rentner, Behinderte, Schüler und Studenten.)

Am Konzerttag wird um 15.00 Uhr eine Schlossführung (7,00 Euro je Person) angeboten.
Bitte melden Sie sich bei Bedarf dazu formlos per Email über
mail@freunde-schloss-noethnitz.de an.

Konzertreihe 2026 im Festsaal Schloss Nöthnitz

Das Konzertprogramm wird gefördert vom Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Sonntag, 26.4.2026, 17 Uhr
„Von der Romantik bis zum Jugendstil – Klaviertrios von Mendelssohn,
Korngold und Kreisler“


Yuki Manuela Janke (Violine) Titus Maack (Violoncello) &
Johannes Wulff-Woesten (Klavier)


Bildrechte Jan Teller

Sonntag, 17.5.2026, 17 Uhr 
Konzert „Musik der Winckelmannzeit“ mit Lesung aus den Winckelmannbriefen

Musikerin ist Ekaterina Gorynina, Viola da Gamba solo vom Ensemble Continuum XXI, Künstlerischer Leiter Alberto Arroyo.
Lesung Winckelmannbriefe: Andreas Kunze &
Regie: Gisela Donath


Samstag, 4.7.2026, 17 Uhr
Liederabend „Mein Lied ertönt“ – u.a. mit den Zigeunermelodien von Dvorak
(tschechisch)


Madlen Bieber (Gesang) & Ine Kang (Klavier)


Bildrechte: Vladimir Valdivia

Samstag, 26.9.2026,  17 Uhr
Klavierabend „Feuertänze“ mit dem peruanischen Konzertpianisten  Vladimir Valdivia


mit Werken von Beethoven, Schubert, Chopin,
Ponce, Granados, Albeniz, Granda, de Falla



Verbindliche Anmeldungen zu den Konzerten sind auf dieser Website ab 01.
März möglich!